Was bleibt

ein Film von Hans-Christian Schmid


Synopsis

Marko ist Mitte dreißig, hat gerade sein erstes Buch veröffentlicht und lebt seit seinem Studium in Berlin - weit genug entfernt von seinen Eltern Gitte und Günter, mit deren bürgerlichem Lebensentwurf er sich nie so recht anfreunden konnte. Ein, zwei Mal im Jahr besucht er die beiden, in erster Linie um ihnen ein paar gemeinsame Tage mit ihrem Enkel zu ermöglichen. Seine Hoffnung auf ein ruhiges Wochenende im Kreis der Familie erfüllt sich nicht, denn Gitte, die seit Markos Kindheit psychisch labil ist, fühlt sich nach einer homöopathischen Behandlung zum ersten Mal seit langer Zeit so gesund, dass sie ihre Medikamente absetzt. Sie bittet darum, von nun an wie ein vollwertiges Mitglied der Familie behandelt zu werden und freut sich, jetzt, da ihr Mann Günter seinen Verlag verkauft hat, auf einen gemeinsamen Lebensabend an dessen Seite. Die Reaktionen auf Gittes Ankündigung sind verhalten. Während Markos jüngerer Bruder Jakob aus Angst um die Gesundheit der Mutter auf eine Fortführung der medizinischen Behandlung besteht, gibt Günter zu erkennen, dass Gitte mit ihrer unerwarteten Genesung die Pläne durchkreuzt, die er für seinen Ruhestand gemacht hatte. Nur Marko steht hinter Gittes Entschluss und sieht darin eine Chance für sie und die Familie. Als Jakob nicht mehr verbergen kann, dass er sich mit einer Niederlassung als Arzt und dem Bau eines Hauses überschuldet hat, ist Marko der einzige, der Gitte, ihrem Wunsch entsprechend, diese bittere Niederlage nicht vorenthält. Damit bringt er das vermeintlich gut eingespielte Familiengefüge aus dem Gleichgewicht.